Zwischenfrucht

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Zwischenfrucht2019-03-21T10:54:49+00:00

Zwischenfrucht

Bei der Zwischenfrucht handelt es sich um eine Feldfrucht, die zwischen der Hauptfrucht angebaut wird. Durch die Zwischenfrucht können ungewollte Brachezeiten im Ackerbau vermieden und wertvolles Futter erzeugt werden. Die Zwischenfrucht bietet sich dabei besonders in futterarmen Jahren mit hoher Trockenheit, Schädlingsbefall oder Unwetterschäden an.

Bei der Zwischenfrucht wird unter anderem darauf geachtet, dass jene Pflanzen verwendet werden, die als typische Stickstofflieferanten gelten. Dazu zählen beispielsweise Pflanzen wie Alexandriner-Klee oder Grünroggen. Diese Pflanzen entziehen während des Zwischenfruchtanbaus den Stickstoff aus der Luft und binden ihn in die Zellen der Zwischenfrüchte ein. Sobald die Zwischenfrüchte dann untergearbeitet werden, kann der in ihnen gebundene Stickstoff für die nächste Frucht in der Fruchtfolge verwendet werden. Stickstoff, der allgemein ein wichtiger Pflanzennährstoff ist, kommt somit auf natürliche Art und Weise in den Boden und führt in weiterer Folge dazu, dass der Ertrag für die nächste Ernte nachhaltig gesteigert wird.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Anregung und Förderung der vorhandenen Bodenorganismen bzw. in der Unterstützung von notwendigen Helfern wie Bienen. Außerdem bietet sich die Zwischenfrucht darüber hinaus besonders gut an, wenn verstärkt Pflanzen angebaut werden, deren Kulturen nicht mehrmals direkt hintereinander angebaut werden sollten. Die Zwischenfrucht kann hier als notwendige trennende Kultur eingesetzt werden.

Für Getreide-, Mais- und Rapsfruchtfolge.

Sie friert ab und kann somit auch für die Mulchsaat genutzt werden. Die enthaltenen Arten sorgen für eine gute Durchwurzelung des Bodens. Durch den hohen Anteil an Leguminosen kann der Aufwuchs erhebliche Mengen an oberirdischer Biomasse bilden. Da diese Mischung auch in Rapsfruchtfolgen eingesetzt werden soll, wurde auf Kreuzblütler verzichtet.

Nutzung: Gründüngung/Schnitt
Aussaat: März bis August
Aufwandmenge: 30–40 kg/ha
Gebinde: 25 kg

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Für Kartoffelfruchtfolge.

Mit Bitterlupinen, Buchweizen und anderen Arten. Der hohe Anteil an blauer Bitterlupine und Ölrettich sorgt für eine gute Durchwurzelung und einen siebfähigen Boden. Optimale Bedingungen im modernen Kartoffelanbau. Die verwendete Ölrettichsorte Toro zeichnet sich durch die späte Blüte aus und kann den Überträger des Tabakrattle-Virus reduzieren.

Nutzung: Gründüngung
Aussaat: März bis Anfang August
Aufwandmenge: 25–40 kg/ha
Gebinde: 25 kg

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Blühfreudige, einjährige Mischungzur Förderung der Insekten- und Bienennahrung in der Feldflur. Der ausgesprochen schöne Blühaspekt ist zudem eine Bereicherung der Landschaft. Diese Mischung dient auch als Deckung für Niederwild oder kann auch als Insel in Wildäckern eingesät werden. Da diese Mischung keine Leguminosen enthält ist auch ein Einsatzt in Wasserschutzgebietn möglich. Das Saatgut sollte nur abgelegt und gewalzt werden.

Nutzung: Gründüngung
Aussaat: März bis Anfang August
Aufwandmenge: 10 kg/ha
Gebinde: 10 kg

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Schmackhafte Zwischenfruchtmischung.

Ausgewogene Winterzwischenfruchtmischung zur einschnittigen Silagenutzung im Frühjahr.

Nutzung: Silage/Grünfutter
Aussaat: August bis Mitte September
Aufwandmenge: 30–40 kg/ha
Gebinde: 25 kg

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Das Landsberger Gemenge hat eine hohe Futterleistung und kann auch meist im Frühjahr noch einmal geschnitten werden. Die Bodengare wird deutlich verbessert.

Düngeversorgung: 2
Aufwandmenge: 50–60 kg/ha
Nutzung: Silage
Gebinde: 10 kg, 25 kg

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Hafer und Wicken frieren sicher über den Winter ab und lassen sich im Frühjahr gut einarbeiten. Diese Mischung kann bereits Mitte Juli gesät werden.

Nutzung: Gründüngung/Schnitt
Aussaat: Juli bis September
Aufwandmenge: 120–140 kg/ha
Gebinde: 25 kg

Hafer, Wicken und Erbsen frieren sicher über den Winter ab und lassen sich im Frühjahr gut einmulchen. Diese Mischung kann bereits Mitte Juli gesät werden. Die N-Sammlung ist gut.

Nutzung: Gründüngung/Schnitt
Aussaat: Juli bis Mitte August
Aufwandmenge: 120–150 kg/ha
Gebinde: 10 kg

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Diese Mischung kann in trockenen Lagen als Alternative zum Gras oder Mais die Nachfrucht sein. Nach der Getreideernte wird das Untergras mit ca. 80–100 kg N/ha nachgedüngt.

Nutzung: Zwischenfrucht/Biogas
Aussaat: September bis Oktober
Aufwandmenge: 80–120 kg/ha
Gebinde: 25 kg

Massige Erträge durch das intensive Gras Wiesenschweidel. Eine gute Nährstoffversorgung ist Voraussetzung für eine ertragreiche Ernte. Mit Alexandrinerklee.

Nutzung: Zwischenfrucht/Biogas
Aussaat: bis Mitte Oktober
Aufwandmenge: 70–90 kg/ha
Gebinde: 25 kg

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Massige Erträge durch das intensive Gras Wiesenschweidel. Eine gute Nährstoffversorgung ist Voraussetzung für eine ertragreiche Ernte. Im Frühjahr sind noch sehr gute Erträge erzielbar.

Nutzung: Zwischenfrucht/Biogas
Aussaat: bis Mitte Oktober
Aufwandmenge: 70–90 kg/ha
Gebinde: 25 kg

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