Ursprung in Tirol

Tiroler Regional Saatgut

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Tiroler Regional Saatgut2019-03-21T11:24:07+00:00

Tiroler Regional Saatgut

Beim Tiroler Regional Saatgut handelt es sich um Saatgutmischungen, die aus einem Mix verschiedenster Saaten zusammengestellt werden. Dabei wird für die Zusammensetzung des darin enthaltenen Saatguts überwiegend Tiroler Ausgangsmaterial verwendet. Die Produkte von Tiroler Regional Saatgut befinden sich aktuell in der Aufbauphase und werden stetig um eigene Tiroler Ökotypen ergänzt und erweitert. Der Einsatz von Saatgutmischungen ist dabei extrem vielfältig – egal ob Pistenbau, Renaturierung oder extensiv Begrünungsflächen – Saatgutmischungen können überall verwendet werden.

Saatgut kann auf unterschiedlichste Weise gewonnen werden, dazu gehört auch das Wiesen-Kopierverfahren, das sich besonders für Bauarbeiten in Naturschutzgebieten eignet. Hier werden artenreiche Spenderwiesen in der näheren Umgebung der Ansaatfläche für die Gewinnung des Saatguts verwendet. Unter optimalen Bedingungen führt dies dazu, dass die artenreiche Wiese mehr oder weniger kopiert werden kann. Dadurch entsteht eine Saatgutmischung, die nicht nur charakteristisch dem Artenpool der Region entspricht, sondern darüber hinaus auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der typischen Ökotypenvielfalt geleistet wird. Dadurch erhalten Sie qualitativ hochwertiges Saatgut, das zusätzlich die vorhandene Ökotypenvielfalt unterstützt.

Wir von Schwarzenberger übernehmen dabei für Sie Ernte, Aufbereitung sowie die Bereitstellung der fertigen regionalen Mischung.

Folgende Mischungen sind von Tiroler Regional Saatgut erhältlich:

  • Kräutermischung
  • Urgesteinmischung
  • Kalkgesteinmischung
  • Tiroler Heumulch
  • Wildblumen

Alpine Bergkräuter für das Beimischen zu alpinen Saatgutmischungen. Fördert die Durchwurzelung sowie die Artenvielfalt in Hochlagenmischungen. Neben Erosionsschutzmaßnahme auch bestens geeignet für die Biodiversität in hohen Lagen.

Nutzung: Begrünung
Aufwandmenge: 1-2kg/ha
Gebinde: 1kg

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Ein ausgewähltes Gräser-, Klee- und Kräuterverhältnis sorgt in Verbindung mit Ammensaatgut (Englisches Raygras) für einen sicheren Erstanwuchs und in weiterer Folge für einen standortangepassten Pflanzenbestand. Der Kleeanteil sorgt für die Stickstoffversorgung der Gräser und Kräuter über die Knöllchenbakterien. Eine Unterhaltsdüngung ist dennoch mindestens einmal jährlich ratsam.

Nutzung: Weide, Pisten, Böschung
Aufwandmenge: 100–170 kg/ha
Gebinde: 10kg

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Für den sauren hochalpinen Bereich ab 1.800 m Seehöhe ist diese Mischung mit der passenden Zusammensetzung an Gräsern, Klee und Kräutern bestens geeignet. Das Ammensaatgut sorgt für einen raschen Erstanwuchs. Für die langfristige Stickstoffversorgung sorgt der beigemischte ausdauernde Kleeanteil. Eine Unterhaltsdüngung ist dennoch mindestens einmal jährlich ratsam.

Nutzung: Weide, Pisten, Böschung
Aufwandmenge: 140–190 kg/ha
Gebinde: 10kg

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Für Lagen bis 1.800 m Seehöhe auf basischem Gestein geeignet. Ein ausgewähltes Gräser-, Klee- und Kräuterverhältnis sorgt in Verbindung mit Ammensaatgut (Engl. Raygras) für sicheren Erstanwuchs und in weiterer Folge für einen standortangepassten Pflanzenbestand. Der Kleeanteil sorgt für die Stickstoffversorgung der Gräser und Kräuter über Knöllchenbakterien. Eine Unterhaltsdüngung ist dennoch mindestens einmal jährlich ratsam.

Nutzung: Weide, Pisten, Böschung
Aufwandmenge: 100-170kg/ha
Gebinde: 10kg

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Für den basischen hochalpinen Bereich ab 1.800 m Seehöhe ist diese Mischung mit der passenden Zusammensetzung an Gräsern, Klee und Kräutern bestens geeignet. Das Ammensaatgut sorgt für einen raschen Erstanwuchs. Für die langfristige Stickstoffversorgung sorgt der beigemischte ausdauernde Kleeanteil. Eine Unterhaltsdüngung ist dennoch mindestens einmal jährlich ratsam.

Nutzung: Weide, Pisten, Böschung
Aufwandmenge: 140–190kg/ha
Gebinde: 10kg

Diese getrockneten und anwendungsfertigen Heumulchballen können direkt auf das vorbereitete Saatbett aufgetragen werden.

Nutzung: Begrünung
Aufwandmenge: 2–4 kg/qm
Gebinde: 14-18kg Ballen

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Wiesenkopierverfahren

Das Wiesenkopierverfahren ist eines der drei Methoden, die wir anwenden, um den Artenreichtum der Tiroler Wiesen zu erhalten. Eine neue Technologie garantiert neben einer besonders schonenden Arbeitsweise auch eine sehr effiziente Ernte des gesamten Artenspektrums. Die besonders leichte Bauweise und die herausragende Geländegängigkeit gestatten problemlose Anwendungen bis in extreme Hanglagen. Das Erntegerät arbeitet vollkommen abgasfrei und stellt damit keine Belastung für den Bestand dar. Durch das Abbürsten erfolgt sogar eine natürliche Nachsaat des Bestandes. Aufgrund der verschiedenen Blühzeitpunkte kann es notwendig sein, mehrmals die Fläche abzuernten.

Anwendungsbeispiel: Bei Bauvorhaben sind Erdbewegungen unumgänglich. Vor Beginn der Erdarbeiten wird der Bestand der noch intakten Spenderfläche zum passenden Zeitpunkt geerntet, so dass nach dem Aufbereiten die
autochthone Samenmischung bereitsteht.

Vorteil: Es steht das exakt an die Bedingungen am Standort angepasste Saatgut zur Verfügung.
Darüber hinaus werden die wertvollen Gräser des Bestandes wieder dem Standort zugeführt.

Im Vergleich zum Urgestein ist hier in den Kalkkögeln die Vegetation sehr karg. Die Humusschicht ist sehr spärlich. Hier ist bei einer Rekultivierung die Qualität des Saatguts besonders wichtig um beste Ergebnisse zu erzielen. Eingriffe in die Natur sind für manchen Betrachter oft nicht leicht zu verstehen aber für Wirtschaftsstandorte unerlässlich. Daher sollte es Anliegen und Aufgabe zugleich sein, die Begrünung standortgetreu besonders in Höhen jenseits von 2.000 m zu gewährleisten.

Körber Michael, Geschäftsleiter Axamer Lizum